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Das Krankenhaus macht Kinder krank - Hospitalismus

Das drastische Verhalten von Kindern im Krankhaus wird in 3 Phasen gegliedert:

1) Protest
- wenige Stunden bis mehrere Tage. Kind hat starkes Verlangen nach der Mutter, zeigt dies durch heftiges Weinen und Schreien. Es versteht nicht, warum es alleine in einer fremden und kalten Umgebung ist und nicht von der Mutter getröstet wird. Klammert sich verzweifelt an die Schwester.

2) Verzweiflung
Das Kind begreift immer mehr, dass die Mutter nicht zurückkommen wird. Weinen wird zu monotonem Jammern, es zieht sich zurück. Fälschlicherweise wird angenommen, das Kind hätte sich nun beruhight und sich eingewöhnt. Bei längeren Krankenhausaufenthalten entwickelt sich noch ein drittes Stadium:

3) Verleugnung
Das Kind zeigt mehr Interesse an seiner Umgebung. Dies lässt das Personal noch mehr glauben, dass sich das Kind eingelebt hat. Es weist die Schwestern nicht mehr zurück, nimmt Spielzeug, Nahrung (..) an. Wenn die Mutter zu Besuch kommt, scheint das Kind sie kaum noch zu erkennen, wendet sich lustlos ab.
Wenn das Kind am Entlassungstag schreiend an der Schwester klammert, wird angenommen, das Kind hätte sich im Krankenhaus wohlgefühlt und will nicht mehr nach Hause. Jedoch ist es eher unwahrscheinlich, dass man die Station dem eigenen Zuhause vorzieht, wenn nicht etwas im Inneren zerstört worden wäre.
Zu Hause taut das Kind nur langsam wieder auf:
- Es wird ängstlich
- Schwierigkeiten bei Nahrungsaufnahme
- Schlaflosigkeit
- Bettnässen und einkoten

Ebenfalls vorkommen können Todesängst, hypochondrisches oder hysterisches Verhalten.

Hospitalismus =  körperliche und seelische Verkümmerungserscheinung, enstanden durch mangelnde emotionale Zuwendung und fehlende Reizvermittlung durch die Umwelt.

Weitere Symptome sind:
- Probleme beim Aufbau sozialer Bindungen
- misstrauisches Verhalten
- Verzögerte Entwicklung von Motorik, Sprache, Emotionen
- Infektionsanfälligkeit
- Autoaggressionen

Vorbeugen kann man den Hospitalismus, in dem man den Kindern ausreichend Abwechslung (durch Reizvermittlung) und emotionale Zuwendung bieten. (Liebe, Wärme, Verstädnis)

 

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16.11.10 20:05
 


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